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Lesen Sie hier die Antwort von Alexander Dobrindt, CDU/CSU, Mitglied des Bundestages:

per Brief am 07.06.2007

Meine Position in der Familienpolitik

Sehr geehrter Herr ...,

haben Sie vielen Dank für Ihre E-Mail vom 13. April 2007, in der Sie sich für mehr Gerechtigkeit für Familien stark machen und nach meiner Einstellung zur Familienpolitik fragen. Gern nehme ich dazu Stellung.

Familien gewähren soziales Wachstum und gleichzeitig ökonomischen Wohlstand unserer Gesellschaft. Familien sichern durch die Erziehung von Kindern den Fortbestand der Gemeinschaft. Sie leisten damit zugleich einen unverzichtbaren Beitrag zum Generationenvertrag, der die Grundlage unseres sozialen Sicherungssystems darstellt. Deshalb ist die Familienpolitik nun zu Recht ins Zentrum der Politik gestellt worden. Im Bereich der Familienpolitik werden gegenwärtig entscheidende Weichenstellungen für die Zukunftsfähigkeit und die demographische Entwicklung unseres Landes gestellt.

In der Debatte um die staatliche Betreuung für Kinder unter drei Jahren ist für mich als ein CSU-Bundestagsabgeordneter ganz klar: Erhalten berufstätige Eltern in dieser Form eine staatliche Leistung, dann muss es einen Ausgleich für die Familien geben, bei denen ein Elternteil zugunsten kleiner Kinder auf Erwerbsarbeit verzichtet - spätestens, wenn im Jahre 2013 ein Rechtsanspruch auf einen staatlichen Betreuungsplatz für Kleinkinder besteht. In diesem Zusammenhang ist es völlig richtig, auch einen Anreiz im Sinne eines Familien-, Betreuungs- oder Erziehungsbonus für Eltern zu schaffen, die ihr Kind nicht in eine Krippe geben wollen. Nur so kann echte Wahlfreiheit bei der Erziehung von Kleinkindern möglich sein.

Grundsätzlich sind mir folgende Ausgangspunkte einer zukunftsorientierten Familienpolitik wichtig: Bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, um Familien zu mehr Kindern zu ermutigen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie voranzubringen durch passgenaue Betreuungsangebote für Kinder. Und Familien, bei denen sich ein Partner dauernd oder zeitweise ausschließlich der Kinderbetreuung widmet, nicht den Respekt zu versagen, sondern diese Leistung anzuerkennen, weil sie oft mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden ist.

In diesem Sinne kann ich nur betonen, dass ich Familienpolitik ganz und gar unter Beachtung der christlichen Werte sehe und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB

 

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