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Wir sind alle darauf angewiesen, dass nach uns jüngere Generationen nachwachsen!

Stellen Sie sich vor, Sie würden in einer Gesellschaft leben, in der es niemanden gibt, der jünger ist als Sie selbst. Glauben Sie, dass das funktionieren würde?

Wir glauben, dass das bereits dann nicht mehr funktioniert, wenn wir 40 Jahre alt sind. Wir sind uns absolut sicher, dass das nicht mehr funktionieren wird, wenn wir 60 Jahre und älter sind. Wer sollte das Getreide anbauen, das Brot backen, die Autos bauen, die Busse fahren, die Energie erzeugen die wir zum Heizen brauchen, wer sollte uns im Krankenhaus operieren und pflegen wenn es niemanden mehr gibt, der jünger ist als 60 Jahre?

  • Man sieht, dass wir alle, ob kinderlos oder nicht, auf die nachwachsenden Generationen angewiesen sind.
  • Auch dann, wenn 10 Prozent von ihnen arbeitslos sein werden und auch dann, wenn die staatliche Rente in ihrer Bedeutung abnimmt.
  • Auch dann, wenn einige der jüngeren Menschen aus dem Ausland nach Deutschland einwandern.
  • Es geht bei der oben angeführten Überlegung nicht darum, ob es in Zukunft Kinder geben wird oder nicht sondern um die Einsicht, dass wir alle für unser Überleben auf Kinder angewiesen sind, egal ob kinderlos oder nicht.

Wir weisen darauf hin, dass es nicht gerecht ist, nur einen Teil der Bevölkerung (derzeit ca. 2/3) den Aufwand für diese überlebenswichtige Aufgabe tragen zu lassen während der Rest (derzeit ca. 1/3) von dieser Last unbeschwert lebt, aber davon profitiert, dass andere die Last für sie tragen.

Diese 10 Punkte sind für uns entscheidend:
  1. Diese drei Prinzipien der Gerechtigkeit müssen Grundlage der Familienpolitik werden:
    1. wirtschaftlich gleich leistungsfähige Personen müssen gleich viel zur Finanzierung staatlicher Aufgaben beitragen (Leistungsfähigkeit).
    2. Wer Leistung erbringt, hat Anspruch auf Gegenleistung (Leistungsgerechtigkeit).
    3. Die staatlichen und kommunalen Rahmenbedingungen müssen dem Einzelnen eine möglichst freie Wahl der Lebensform erlauben, d.h. keine Lebensform darf diskriminiert werden (Wahlfreiheit).
  2. Alle drei Prinzipien sind heute in der Familienpolitik massiv verletzt.
  3. Kinderlosigkeit wird derzeit staatlich prämiert (1,3 Millionen Euro für das Durchschnittsverdiener-Ehepaar, das sich gegen zwei Kinder entscheidet).
  4. Ein Ausgleich der finanziellen kindbedingten Lasten ist zur Herstellung sozialer Gerechtigkeit und zur langfristigen Sicherung der Wohlfahrt aller notwendig.
  5. Der Familienlastenausgleich ist erst dann erreicht, wenn bei gleichem Bruttoverdienst das frei verfügbare Pro-Kopf-Einkommen von Kinderlosen und Familien mit unterschiedlich vielen Kindern gleich ist.
  6. Da es sich um eine Umverteilung handelt, darf der Zustand der öffentlichen Haushalte keine Rolle spielen.
  7. Die Politik muss unmissverständlich zwischen (Steuer-)Gerechtigkeit und Familienförderung unterscheiden.
  8. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet einerseits erwerbstätig sein zu können, wenn man kleine Kinder hat. Es bedeutet aber andererseits auch, nach mehreren Jahren Familienarbeit der persönlichen Qualifikation entsprechende Teilzeit- und Vollzeitarbeitsplätze zu finden.
  9. Wir haben in unserer Gesellschaft ein demographisches Problem und es wird in den nächsten Jahrzehnten dramatisch zunehmen.
  10. Die einzige Möglichkeit für unsere Gesellschaft, das demographische Problem wenn schon nicht zu lösen so doch wenigstens abzumildern ist eine ausreichende Anzahl eigener Kinder. Eigene Kinder sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar.

Konfrontieren Sie unsere Politiker in Deutschland mit dieser Bestandsaufnahme und

lesen Sie, welche Position unsere Politiker einnehmen.

Damit wollen wir folgende Ziele erreichen:

  1. Wir decken auf, dass sich ein vermutlich hoher Prozentsatz der gewählten Politiker in Sachen Familienpolitik für nicht zuständig oder desinteressiert erklärt. Die wenigen Politiker, die Sie direkt wählen können, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Interesse, sich für Familienpolitik einzusetzen!
  2. Es wird offenbar, ob Politiker überhaupt wahrnehmen, dass es Familien schlecht geht.
  3. Sie können sehen, ob die verantwortlichen Politiker daran etwas ändern wollen.
  4. Wir wollen quer durch alle Parteien die Kräfte stärken, die sich wirklich für Familien einsetzen. Die anderen wollen wir für dieses Politikfeld sensibilisieren.

Das können Sie tun

 

Das ist uns noch zum Thema Familie wichtig:

Was ist Familie?

  • Wir sind uns bewusst, dass Familie ein enorm vielfältiges Thema ist.
  • Da auf dieser Internetseite die finanzielle Situation von Familien im Mittelpunkt steht, beschränken wir uns in unseren Betrachtungen auf die Aspekte Finanzen und Gerechtigkeit.
  • Somit verstehen wir hier unter Familie alle die Menschen, die mit Kindern zusammenleben oder bei denen eine Unterhaltspflicht für Kinder besteht.
  • mehr zum Thema Familie

 

Was ist Gerechtigkeit?

  1. Leistungsfähigkeit: Wirtschaftlich gleich leistungsfähige Personen sollen gleich viel zur Finanzierung von staatlichen Aufgaben und von Solidarsystemen beitragen
  2. Leistungsgerechtigkeit: Leistung bedingt Gegenleistung
  3. Wahlfreiheit: das Recht eines Individuums, sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen, solange es nicht die Freiheit Dritter beschädigt. Wahlfreiheit beinhaltet ein Diskriminierungsverbot, nicht aber ein Fördergebot für eine bestimmte Lebensform.

Und die Realität?

  • Leistungsfähigkeit: Eine Familie hat erheblich weniger Geld zur freien Verfügung (ist also wirtschaftlich deutlich weniger leistungsfähig), und muss doch genauso viel in die Rentenversicherung einzahlen.
  • Leistungsgerechtigkeit: Familien erbringen zusätzlich zum finanziellen Rentenbeitrag auch noch den generativen Beitrag für die Rentenversicherung und erhalten trotzdem im Verhältnis weniger Rente.
  • Wahlfreiheit: Ein Durchschnittsverdiener-Ehepaar, das sich gegen Kinder entscheidet, wird mit einem Vermögen von 1,3 Millionen Euro "belohnt". Von Wahlfreiheit kann also nicht die Rede sein. (Berechnung siehe hier)
     
  • Trotzdem behauptete die Bundesregierung 2004, es bestehe kein Anlass zur Änderung der finanziellen Situation von Familien.
  • Kinder bringen dem Geld, der keine hat.

Ist das gerecht? Mehr zum Thema Gerechtigkeit.

 

Im Kern besteht das Problem darin, dass das Steuer- und Sozialsystem, insbesondere die gesetzliche Rentenversicherung, Erträge des Aufziehens der Kinder in großem Umfang sozialisiert und ohne die Berücksichtigung der individuellen Übernahme von Kinderkosten an alle Angehörigen der jeweiligen Elterngeneration weiterleitet. Die Sozialisierung des "Kindernutzens" erzeugt im Ergebnis die Illusion, das eigene Alter sei dank der kollektiven Sicherungssysteme auch ohne eigene Kinder gesichert. Das Ergebnis ist die derzeitige strukturelle Rücksichtslosigkeit gegenüber Familien. Der finanzielle Aufwand zur Existenzsicherung der Familie stellt einen Solidarbeitrag für die Gesellschaft dar, ohne den die Gesellschaft als ganzes mittel- und langfristig nicht existieren kann. Kinderlose und Eltern profitieren also von dem Aufwand, den Familien erbringen. Kinderlose können zwar aus nachvollziehbaren Gründen keinen Beitrag in Form von Geburt, Versorgung und Erziehung der Kinder leisten, sie können sich aber an dem finanziellen Aufwand beteiligen. Dass sie das in nur verschwindendem Ausmaß tun, bedeutet eine Transferleistung von den Familien hin zu den Kinderlosen in erheblichem Umfang. ("Familie und demographischer Wandel" im Auftrag der Robert Bosch Stiftung)

 

Die Gretchenfrage der deutschen Familienpolitik lautet:

Halten wir den Ausgleich kindbedingter Lasten für notwendig?

Dies ist zum einen eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und zum anderen entscheidet sich an dieser Frage die Zukunft unserer Gesellschaft!

 

Wir brauchen Familien:

  • In Deutschland ist ein erheblicher Geburtenrückgang und daher ein dramatischer Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.
  • Aus dem extremen Tempo des Rückganges ergibt sich eine erhebliche demographische Alterung der Bevölkerung.
  • Das wird in den nächsten Jahren zu immer schärferen sozialen Spannungen und Konflikten führen (steigende Sozialabgaben bei gleichzeitig sinkenden Leistungen)
  • Migration ist keine Lösung: Wollte man die Alterung der Bevölkerung durch Zuwanderung aufhalten, bräuchte man eine wahnwitzige Zahl von Zuwanderern, die obendrein jung und gut ausgebildet sein müssten (188 Mio. bis 2050).
    Migration hat immer stattgefunden, wird immer stattfinden und ist auch gut. Sie ist nur keine Lösung für demographische Überalterung und familienpolitische Fehlorientierung.
  • Deutschland hat keine Bodenschätze. Der einzige Wert, das einzige Vermögen das wir haben ist die Bevölkerung, das Humanvermögen (auch wenn dieses Wort etwas gewöhnungsbedürftig ist). Dieses Vermögen darf nicht aus Bequemlichkeit zerstört werden.
  • Die Familie ist der bevorzugte Ort der Entstehung und Erhaltung von Humanvermögen.
  • Somit sind auch Kinderlose auf Familien angewiesen
  • Die einzige Lösung: wir brauchen genügend eigene Kinder. Nur wenn wirksame Anreize geschaffen werden, können Paare ermutigt werden, Kinder zu bekommen.
  • Es geht keinesfalls darum, Kinderlose oder Kinderlosigkeit zu bestrafen. Ungewollte Kinderlosigkeit ist für die Betroffenen z.T. eine sehr schwierige Situation.
    Trotzdem darf das nicht zum Vorwand genommen werden, die lang andauernde Ungerechtigkeit gegenüber Familien zu verteidigen. Jeder muss den ihm möglichen und gerechten Beitrag zur Solidargemeinschaft leisten.
  • Wir wollen auch nicht das "Heimchen an den Herd" binden. Beide Eltern sollen so berufstätig sein können wie sie wollen und beide Eltern sollen sich in die Kindererziehung einbringen (können).
  • Kommunale und staatliche Strukturen und Einrichtungen sind wichtig für Familien. Ein Ausgleich der Lasten zwischen Kinderlosen und Familien darf nicht auf Kosten kommunaler und staatlicher Strukturen für Familien gehen.
  • Kinder sind unser Reichtum. Es ist wunderschön, Kinder zu haben. Und für unser Land und unsere Gesellschaft sind unsere Kinder überlebenswichtig.

 

Schlusswort:

"Warum sonst hätten die Menschen im Jahr 1245 mit dem Bau des Kölner Doms beginnen sollen, wenn sie nicht über ihre eigene Generation hinaus gedacht und gehandelt hätten? Es gibt einen Punkt, an dem alle Kulturen der Welt miteinander verglichen werden können, das ist die Fähigkeit, über das eigene Leben hinaus zu denken, zu planen und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Deutschland erfüllt diese Aufgabe schon seit Jahrzehnten nicht mehr zufriedenstellend, und das demographische Defizit wird im 21. Jahrhundert noch dramatisch zunehmen." (Prof. Birg)

Wenn wir wieder erkennen, wie wertvoll Kinder sind und wenn Familien gerecht behandelt werden, lernen wir wieder, über unsere Generation hinaus zu denken.

 

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